Livestream Rave-Party | Broadcasting Suite

Streaming in der Clubszene

Covid19 hat die Welt ziemlich verändert. Auswirkungen hatte dieses Virus auf fast alle Menschen, Bereiche und Branchen. Für manche Bereiche mehr, für manche weniger. Ein Bereich, der ganz massiv davon betroffen war, war der Kulturbereich. Theater und Kinos mussten schließen, Konzerte wurden abgesagt, aber ganz besonders hart traf es die Clubkultur. Nicht nur in Österreich, sondern auch in sämtlichen anderen Ländern, befinden sich die Clubs seit Mitte März 2020 im durchgehenden Lock-down.
Inhaltsverzeichnis

Seit Mitte März war 2020 ein Jahr ohne Clubs. Ein Jahr ohne richtige „Banger“ zum Raven oder um sich die Nächte, um die Ohren zu schlagen. Clubkultur ist Subkultur und damit Teil der Gesellschaft und der Ort, wo Jugendliche, Junggebliebene und Musikliebhaber richtig abschalten und ihre Tracks hören können. Ende 2020 hat der österreichische Radiosender FM4 nach den „Most Wanted“-Clubtracks des Jahres 2020 gesucht – wie nur, wenn die Clubs ihre Pforten doch seit März geschlossen haben? Die Liste zeigt aber, dass trotz der „Corona-Bremse“ sich seit März 2020 Einiges in der heimischen DJ-Szene getan hat. Denn obwohl einige DJs und Producer ihre „Banger“ zurückgehalten haben, wurde dennoch der ein oder andere Hit produziert.

 

Das nächtliche Clubtreiben findet auch in „normalen“ Zeiten meist nur am Rande einer Gesellschaft Gehör. Dort, wo sich die hippe Szene trifft, entstehen viele musikalische Hits, die es zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht zu „shazamen“ gibt. Was aber, wenn dies fehlt? Wie helfen sich die heimischen Producer und DJs über die Krise? Und wie halten sie ihre Crowd bei Laune?

Clubkultur in Wien

Wenn man an Clubs denkt, assoziieren Einige erstmal wahrscheinlich kahle Technobunker, doch es gibt unendlich verschiedene kreative Sparten und Genres, wie zum Beispiel Tech House, Drum’n’Bass (Dnb), Dub, Reggae, Goa, Psytrance, House Funk – um nur wenige zu nennen.

 

Die Vienna Club Commission hat es sich in Wien zum Ziel gesetzt, die Clubs und ihre Kultur sichtbar zu machen. Denn neben der Herausforderung, Clubkultur am Leben zu erhalten, steht auch die Frage im Raum, wie es nach Corona mit den Clubbings und Raves weitergehen wird? Und vor allem – wann wird das wieder soweit sein?

 

Allein in Wien spielt die Nachtwirtschaft ca. 1 Milliarde Euro Umsatz ein. Erwirtschaftet wird das durch 4.300 Unternehmen mit mehr als 24.000 Angestellten. In über 360 Musikspielstätten und 98 Orten für Clubkultur heizen Woche für Woche mehr als 150 Veranstalter in der Bundeshauptstadt den Nachtschwärmern ein. Clubkultur ist also nicht nur für die Attraktivität einer Stadt bedeutsam, sondern auch ein Wirtschaftsfaktor. Und Clubs sind Kulturstätten. Die Erhaltung der Lokale – wie deren Betriebskosten und Mieten –, ohne seit März geöffnet haben zu dürfen, wurde jedoch zur Zerreißprobe für deren Besitzer.

Raver Plague

Ein Begriff, der in der letzten Zeit immer wieder im Zusammenhang mit der Clubszene in den Medien auftauchte, ist Raver Plague. Fanden doch in ganz vielen Ländern auch während der Corona Pandemie Raves und illegale Partys in Clubs statt. Die Bezeichnung „Raver plague“ gab es aber schon lange vor Corona. Bereits seit 2009 findet man diese im „Urban Dicitionary“.

 

Der Ausdruck beschreibt eine „Plage“, nachdem nach einer Nacht im Club unzählige Leute krank werden würden. Denn in den durchgeschwitzten Clubs stehen die Menschen zu eng aneinander, Wasserflaschen würden geteilt und so verbreiten sich Krankheiten und Viren gerade hier rasend rasch. Das war lange vor Corona. Aber seit Covid-19 herrscht im Netz eine rege Diskussion zu #raverplague, denn es gab einzelne Veranstalter und DJs, die sich nicht an die gesetzlichen Vorgaben hielten und illegale Clubbings veranstaltet haben.

Save Rave

Jedoch – was tun? Gehören für viele doch Raves und der Clubbesuch zu einem ganz normalen Wochenende einfach dazu. Da wurde es für Musikliebhaber immer schwieriger dem Credo „Wir bleiben Zuhause“ zu folgen, schließlich war der Drang nach lauten Bässen mindestens genauso laut. Auch DJs und Produzenten selbst sitzen sozusagen „auf heißen Nadeln“. Damit während der Club- und konzertfreien Zeit nicht all ihre Fans und Anhänger verloren gehen, haben sich unzählige Musikproduzenten Alternativprogramme überlegt.

 

Der Schlüssel lag im Streaming. Aus Social Distance wurde Social #DisDANCING. Plötzlich konnte ein weitaus größeres Publikum erreicht werden, auch die Zuhörer mussten nicht mehr in der Schlange anstehen. Dass man Streaming in den eigenen vier Wänden nicht mit einem Abend im Club vergleichen kann, ist klar und wird auch gar nicht versucht.

Raves während Corona dank Livestreaming

Streaming ist in der Clubszene nichts Neues. Ein bekanntes Beispiel dafür ist der Boiler Room. Auf mehr oder weniger „privaten“ Parties mit limitierter Gästeanzahl oder in geheimen Venues wurden die Konzerte von DJ-Größen wie Peggy Gou, Carl Cox oder dem österreichischen Duo HVOB gestreamt.

 

Diese Streams haben bereits vor Corona für eine sagenhafte Reichweite gesorgt. Das Set von Carl Cox hat dabei allein schon einmal 49 Millionen Aufrufe. Die Umstellung auf Live-Streaming war für diese Szene daher nicht von sehr großer Schwierigkeit. Das Einzige was fehlte: Die Crowd. Denn all diese Videos leben auch von den Fans und der bebenden Anhängerschaft, die das Set live spüren und fühlen.

 

Vorweg ist eines klar: Bei vielen Anbietern bestand nicht das Verlangen danach, Clubs und Konzerte zu ersetzen. Vielmehr ging es darum, einerseits die club-freien Tage mit besten Streaming-Angeboten und Sound zu überbrücken und andererseits ein zusätzliches Angebot zu schaffen. Durch das Wegfallen von Veranstaltungen haben DJs auf digitale Liveformate zurückgegriffen. Streaming war also auch hier die logische Folge, wie auch in anderen Branchen, wie im Literaturwesen, Sport oder sogar in der Kirche. Über alle Branchen hinweg wurde das Streamen und Live-gehen zur neuen Alltäglichkeit. So auch in der Clubkultur.

Best Case: Bässe über den Dächern Wiens

topdestination.tv und die größten Acts der elektronischen Musikszene Österreichs präsentierten am Abend des 25. Oktobers 2020 ein Livestream-Event der Sonderklasse. Die Gloriette in Schönbrunn und der Spiegelsaal im Schloss wurden gefüllt mit den Beats und Melodien der jungen österreichischen Musikszene. Und das genau dort, wo Kaiserin Maria Theresia bereits 1763 Mozart begrüßte, tanzten nun die DJs Camo & Krooked, Möwe, Joyce Muniz, Aida Arko, Global Deejays, Christopher Just, Paul SG und Demuja.

 

Ein Hauptact waren Camo & Krooked, die ihren Fans bei einem atemberaubenden Ausblick mehr als eine Stunde lang einheizten. Fast wie ein Konzert eben, nur vom Wohnzimmer aus. Camo & Krooked sind aus der österreichischen Dnb-Szene nicht mehr wegzudenken. Das Duo besteht aus den beiden Musikproduzenten – Reinhad Rietsch (Camo) und Markus Wagner (Krooked). Seit 2011 sind die beiden bei dem Plattenlabel Hospital Records, weltweit eines der größten und bekanntesten im Dnb-Sektor, unter Vertrag. Dass DJ-ing und Hochkultur so nah beieinander liegen, haben die zwei kreativen Köpfe, als Konzerte noch möglich waren, einmal mehr bewiesen – und luden zum Red Bull Symphonic Orchester in das Wiener Konzerthaus. Gemeinsam mit dem Max Steiner Orchester zeigten die Ausnahmekünstler, dass Moderne und Klassik miteinander harmonieren.

 

Dank der Streamingtechnologie der Broadcasting Suite von topdestination.tv konnte man sich Schönbrunn, die Künstler und den Sound ins eigene Wohnzimmer holen und so mit ausreichend Abstand in den Feiertag hineinfeiern. „Save Rave“ wurde wortwörtlich genommen und trotz der Einschränkungen war es so möglich, „save“ zu feiern und beste Musik einfach in den eigenen vier Wänden zu genießen.

Schönbrunn LIVE | Exklusives Live-Event aus dem Schloss Schönbrunn | Broadcasting Suite

Das war ein digitales Konzert mit über 200.000 Zusehern, 19.000 Interaktionen und 14.000.000 Minuten Livestream – um das zu greifbarer zu machen – auf einem der größten Festivals Österreich, dem Frequency, tummelten sich im Jahr 2019 ein ganzes Wochenende lang auch 200.000 Besucher. Möglich macht das die Broadcasting Suite von topdestination.tv. So war es auch unter den verschärften Regelungen möglich – mit den angesagtesten Acts der elektronischen Musikszene ganz chillig und entspannt in den Nationalfeiertag hineinzufeiern.

Vorteile für DJs

Auf vielen Plattformen werden DJs teilweise geblockt, obwohl sie Urheber der Musik sind. Das hat mit automatisierten Filtern zu tun, die leider nicht immer richtig blocken. Die Broadcasting Suite kann den Stream allerdings in voller Länge ohne Unterbrechung für alle bereitstellen. Deshalb fokussiert sich topdestination.tv inzwischen auf das Bereitstellen der Technik, um so automatisiert Hotelfernsehen, Sport, Musik oder Infoscreens anzubieten. In einem Gesamtpaket kann man dank der Broadcasting Suite sowohl seine individuelle Videowebsite, inklusive Werbemöglichkeiten und pay per view, anbieten, als auch alle Screens von der Sportkantine bis zum Gästefernsehen bedienen.

 

Kleinste Fußballvereine konnten mittels Livestreaming und pay per view ihre Zuschauer und ihre Einnahmen erheblich steigern. Das könnte auch ein mögliches Zukunftsszenario für DJs sein, denn ihre Arbeit und ihre Kunst sollte Sehern und Hörern doch etwas wert sein.

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